Mehr als 200 Millionen Wörter hat der Sprachwissenschaftler Joachim Scharloth gesammelt und ausgewertet, Artikel und Kommentare, die auf 29 rechten Internetportalen erschienen sind. Die Auswahl basiert auf einer sogenannten „Hitparade der APO-Blogs“, die ein rechter Blog 2017 veröffentlicht hat, darunter sind Publikationen wie „PI-News“, „Tichys Einblick“ oder „Jouwatch“.
Dem Professor für German Studies an der Waseda Universität in Tokyo zufolge definiert sich die neue Rechte vor allem über Beleidigungen und eine herabwürdigende Sprache. Das Schimpfwörterbuch der angeblichen Patriot:innen legt nahe, dass diese ihr vermeintliches „Volk“ und „Vaterland“ in Wahrheit verachten.
Wir haben Scharloth im Dezember in Leipzig getroffen, wo er die Ergebnisse seiner Forschung beim 36. Chaos Communication Congress vorgestellt hat.
Shownotes:
- Martin Sellner, Sprecher der Identitären Bewegung Österreich, twitterte „Merrkill muss Weg“ (sic!)
- Die Macht der politischen Sprachbilder: Elisabeth Wehling im Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur
- „Fake-News verpesten das Klima!“ – die Kampagne des Verbands Nordwestdeutscher Zeitungsverlage
- „Alternative Fakten“: Fake News sind immer die anderen
- US-Präsident: Trump soll Haiti und Teile Afrikas „Dreckslöcher“ genannt haben
- Sprachforschung: Die Schmähgemeinschaft der neuen Rechten
- 36C3: Aus dem Schimpfwörterbuch der neuen Rechten
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